Quepos/ Manuel Antonio

Heute morgen sind Verena und ich schon wieder um halb sechs zum Bus zu laufen, um den Bus nach Quepos zu erwischen. Ich moechte ja wirklich mal wissen, ob ich zurueck in Deutschland auch so bereitwillig suo frueh aufstehe…

Nach anderthalb Stunden Fahrt sind wir dort angekommen und sind gleich zu dem Hostel, wo wir letzte Woche waren, da wir uns dort mit Claudia (die mit in Panama dabei war) und anderen von der Sprachschule zu treffen. Als erstes mussten wir unbedingt die grossen Loecher in unseren Baeuchen stopfen, so dass wir in ein suesses kleines Cafe gegangen sind, in dem wir lecker gefruehstueck haben. Dort hab ich auch ein paar Photos gemacht… (Die Kamera geht zum Glueck noch – sie ist mir Megatollpatsch letztens naemlich runter auf einen Fliesenboden gefallen und seitdem ist das Display kaputt. Bis auf ein kleines Eck rechts unten seh ich jetzt leider nichts mehr, so dass ich raten muss, ob ich das auf dem Bild hab, was ich auch wirklich will.)

Anschliessend sind wir nach Manuel Antonio gefahren, wo die anderen in den Nationalpark wollten. Wir wollten mitgehen, wenn wir kein oder weniger Eintritt haetten zahlen muessen. Gustavo, unser Programmkoordinator in Matapalo, hat naemlich gemeint, wenn wir es ihm rechtzeitig sagen wuerden, kaemen wir umsonst rein. Allerdings haben wir erst gestern abend von den Plaenen in den Nationalpark zu gehen erfahren und das war schon etwas spaet fuer Gustavo.

Wir haben trotzdem mal nachgefragt, aber hatten leider kein Glueck, sodass wir uns von den anderen trennen mussten und uns einfach nur an den Strand in Manuel Antonio gelegt haben, was aber auch ganz schoen (sandig) und erholsam war.

Inzwischen sind wir auch schon wieder zurueck in Quepos, wo wir im Moment eben im Internet sind und dann noch kurz in den Supermarkt (so eine grosse Auswahl hat man nicht ueberall), bevor wir uns auf den Rueckweg nach Matapalo machen.

Der Tag war wirklich schoen, da man heute endlich mal wieder etwas anderes sehen konnte – nach den zwei Wochen im Projekt wuerde ich naemlich am liebsten schon wieder weiterziehen. Naja, die restlichen zwei Wochen kriege ich auch noch rum…

Jetzt schreibe ich doch gerne mal wieder weiter

Nachdem ich lauter unglaublich liebe und auch so viele Mails bzw. Kommentare bekommen habe – VIELEN LIEBEN DANK DAFUER UND AUCH VIELEN LIEBEN DANK FUER DIE VIELEN GLUECKWUENSCHE – schreibe ich jetzt gerne wieder weiter.

Die letzte woche ging in der Schule schon recht schnell rum, zwar hab ich mir das Unterrichten doch einfacher vorgestellt und v.a. dachte ich, dass die Kinder besser Englisch koennen. Aber inzwischen habe ich meine Erwartungen etwas runtergeschraubt und dadurch funktioniert das Unterrichten inzwischen eigentlich ganz gut.

Letztes Wochenende waren wir von Samstag auf Sonntag in Quepos, das ist ungefaehr eine Stunde Busfahrgeruckel auf schoenen Schotterpisten und haben dort anderthalb richtig relaxte Tage verbracht. Am Samstag haben wir uns natuerlich in einer netten kleinen Bar beim Fruehstuecken (leckere Banana-Pancakes und Mangoshake) das EN-Eroeffnungsspiel angeschaut und zwar zusammen mit Leuten von hier und da. Ich glaub, die einzigen Europaer waren wir drei Maedels, zwei aus Deutschland une eine aus Holland. 

Anschliessend sind wir ein bisschen durch den Ort geschlendert und sind irgendwann zu unserem Hostel gegangen, das sogar einen Pool hatte und wir es uns dort als willkommene Abwechslung zum staendig sandigen Meer bequem gemacht haben und richtig schoen relaxen konnten. Das Gute am Pool war auch, dass man dort in Ruhe schwimmen konnte. Das ist im Meer naemlich nicht so ohne weiteres moeglich, da hier im Meer ziemlich starke Stroemungen sind.

Naja, jedenfalls haben wir am Abend noch gemuetlich in dem Hostel leckere Guacamole gemacht. Leider war ich von der einen Kanadierin unglaublich genervt und habe meine ganzen lieben Leute in Deutschland unglaublich vermisst, dass ich eben Heimweh bekommen habe, aber zum Glueck ist das jetzt schon wieder viel besser.

Am Sonntag haben wir in der Bar neben unserer Unterkunft das Deutschlandspiel angeschaut und es war schon etwas seltsam im Fernseher die Deutschen spielen zu sehen, waehrend zwei Meter neben dem Fernseher eine Palme stand und man ausserdem noch in der Ferne das Meeresrauschen hoeren konnte.

In der Woche ist eigentlich nicht wirklich unglaublich viel Spannendes passiert. Worueber ich mich allerdings ziemlich gefreut habe, war, dass am Montag Verena, mit der ich mich in der Schule angefreundet habe auch hierher gekommen ist und jetzt auch die naechsten zwei Wochen wie ich noch hier ist.

Tja, und gestern hatte ich ja Geburtstag – Es war schon eine Erfahrung, mal den Geburtstag so weit in der Ferne ohne Familie und Freunde zu feiern und es war auch ein recht netter Tag, aber ehrlich gesagt abgesehen davon dass ich total in der Ferne bin, nichts besonderes. Mir gefallen Geburtstage, die ich mit meinen Liebsten feiern kann, schon wesentlich besser ;-) Naja, immerhin konnten wir wieder das Deutschlandspiel anschauen, allerdings war gerade, als das Deutschlandtor gefallen ist, ein kurzer Stromausfall…

So, jetzt muss ich leider aufhoeren, da ich jetzt gleich zur Schule laufen muss, aber ich schreibe hoffentlich ganz bald wieder.

So, jetzt reicht’s mir aber…

Da ich Euch alle daheim im Moment doch ziemlich vermisse, habe ich beschlossen nicht eher weiter zu schreiben, bevor ich nicht ganz viele Kommentare oder Emails bekomme.

Kurz vor der Halbzeit hat mich das Heimweh doch ziemlich gepackt…

Matapalo, Nr.1

So, jetzt aber mal wieder weiter im Text:

Seit vorgestern bin ich jetzt in Matapalo haeuslich geworden, weil ich hier jetzt fuer vier Wochen den 4.-6.Klaesslern Englisch beibringen soll.

Also, am Sonntagmorgen um 5:15 wurde ich von meinen Gastvater netterweise zum Busbahnhof gebracht, wo wider Erwarten Theresa (die auch in den ersten drei Wochen in der Sprachschule war und mir der ich auch schon zusammen auf Reisen war) schon stand. Das fand ich natuerlich schon genial, nicht ganz allein fahren zu muessen und auch in der Schule Unterstuetzung zu haben.

Gegen die Mittagszeit sind wir hier angekommen, und anstatt uns ein Taxi zu nehmen, sind wir mit unserem gesamten Gepaeck bei der Mittagshitze ungefaehr zwei Kilometer zu unserer Unterkunft gelaufen – was ein Spass!

Immerhin wurden wir dort ziemlich nett begruesst und auch gleich bekocht, das war echt noetig, da wir noch nicht wirklich was gescheites gegessen haben… Nach dem Essen haben wir unsere Klamotten in unser Zimmer gebracht und haben uns mal auf Erkundungstour gemacht – Hier steppt nicht wirklich der Baer, da es hier eigentlich wirklich wie in einem Kaff ist – es gibt nicht viel hier, aber immerhin liegt unser Strand ziemlich nah am Strand.

Am Abend haben wir noch die anderen Volunteers kennengelernt, eine aus Kanada, einer aus Brasilien und einer aus London.

Am Montagmorgen mussten wir uns um sieben Uhr morgens (!!!!!!) in der Schule den einzelnen Klassen vorstellen, aber sonst noch nichts machen. Theresa und ich haben uns aufgeteilt, so dass sie die ersten drei Klassen unterrichtet und ich die aelteren Schueler unterrichte. Das Gute an dieser Sache ist naemlich, dass wir dann immer abwechselnde Anfangszeiten haben – heute musste ich um sieben anfangen, morgen muss sie um sieben anfangen und meine Klassen beginnen erst um 11:30 – und wir ausserdem den wirklich recht langen Schulweg nur einmal laufen muessen (der dauert schon ungefaehr eine halbe Stunde – und das auch noch bei den hiesigen Temperaturen…)

Ansonsten waren wir gestern eigentlich ziemlich faul, sprich wir sassen in unserem Aufenthaltsbereich, haben geratscht, gelesen, Tagebuch geschrieben, gegessen usw., dass es irgendwann doch glatt schon wieder Abendessenszeit war. Nach dem Essen haben wir noch Uno und Bullshit gespielt (Bullshit = Du luegst! – Wer’s nicht kennt, muss nachfragen.) Aber gegen halb neun bin ich schon ins Bett gegangen und hab ne halbe Stunde spaeter auch schon geschlafen…

Heute morgen hatte ich dann erstmal alleine Unterricht und es war das reinste Chaos, weil ich dachte, dass die Schueler mehr koennten, als es in Wirklichkeit der Fall ist. Ich hab ein bisschen improvisiert und somit die Stunden rumgekriegt. Aber dadurch habe ich jetzt immerhin einen Einblick in die Faehigkeiten der Schueler bekommen, so dass ich ab morgen richtig durchstarten kann (hoffe ich zumindest!!!)

Am fruehen Mittag hat Gustavo, der hiesige Koordinator, uns gebeten, einem seiner Mitarbeiter mit Bambusholen zu helfen, da er vorhat, ueber den Minipool eine Art Dach zu bauen. Heiliger Strohsack – ich haette nicht damit gerechnet, dass Bambus so lang werden kann und auch noch so schwer ist. Wir drei Maedels - Theresa, die Kanadierin und ich – haben einen echt dicken Bambusstamm zum Haus zurueck getragen (das war bestimmt ein Kilometer, wenn nicht sogar mehr!) und sind dabei gegen Ende fast gescheitert. Aber zum Glueck kam ein Pickup mit drei Tico-Maennern vorbei, die uns den Bambus abgenommen und ihn noch das restliche Stueck zum Haus transportiert haben ¡¡¡Qué suerte!!!

Danach hab ich erstmal eine Dusche gebraucht – ich dachte mir, wenn ich eh schon nass bin…

Anschliessend sassen wir eigentlich wieder nur faul rum und jetzt sitz ich hier und schreibe…

¡¡¡Hasta muy pronto!!!

Bevor mein Abenteuer weitergeht…

… muss ich doch noch hier etwas schreiben!!!

Letzte Woche war schon meine letzte Schulwoche, die so unglaublich schnell verging, dass ich es noch gar nicht wirklich fassen kann, dass die Zeit in der Schule jetzt vorbei ist und ich morgen schon im Bus nach Matapalo sitze, wo mein Abenteuer weitergeht.

In der Schule ist eigentlich nicht wirklich viel passiert. Das einzig Erzaehlenswerte ist, dass am Donnerstag waehrend unserer Mittagspause eine Mini-Graduation-Feier war, bei der jeder Schueler, der die Schule verlaesst ein Zertifikat bekommt. Davor haben unsere jeweiligen Lehrer noch kurz etwas zu uns gesagt und das war’s dann.

Am Mittwoch haben wir die letzten Informationen zu unseren Projekten bekommen, so dass ich morgen quasi allwissend in den Bus steigen kann. Am Montag beginnt naemlich meine Arbeit in der Schule. In Matapalo muss ich in einer kleinen Schule den Schuelern Basics der englischen Sprache beibringen. ich bin ja schon sehr gespannt, wie das wird – bestimmt unglaublich aufregend!

Gestern sind wir ein bisschen durch San Jose geschlendert, haben uns dies und das angeschaut. Das war echt ein netter kleiner Ausflug.

Abends sind wir zuerst in eine kleine Kneipe gegangen, wo wir ein bisschen vorgeglueht haben und anschliessend sind wir noch ins “El Pueblo” gefahren. Das kann man sich ungefaehr wie den Kunstpark Ost bei uns in Muenchen vorstellen – ein Tanzschuppen neben dem anderen. Es war aber wirklich unglaublich lustig, aber so gegen zwei haben mich meine Kraefte verlassen, so dass ich mich mit ein paar anderen auf den Heimweg gemacht habe.

Heute war ich mit Verena und Cannon noch in einem Park in San Jose “La Sabana”, anschliessend noch in der Innenstadt und jetzt sind Verena und Cannon im Nationalmuseum (da, wo ich letzte Woche schon war) und ich schlendere noch ein bisschen durch die Stadt.

Und werde jetzt gleich mal einen leckeren Kaffee trinken gehen, also “¡Hasta luego!”

Oh, wie schoen ist Panama! – Das Ende

Am Samstag nach unserer Bootstour waren wir noch kurz im Supermarkt, um fuer den naechsten Tag Fruehstueck und fuer den Abend etwas zu essen zu kaufen, da wir zusammen mit den anderen Maedels unserer Sprachschule selber kochen wollten – Spaghetti mit Tomatensauce.

Als wir im Hostel angekommen sind, mussten wir uns aber erstmal ausruhen und lagen daher ganz faul in unserem Baumhaus, wo wir gelesen, geschrieben, geschlafen oder einfach nichts gemacht haben. Wir haben es dann aber doch irgendwann geschafft zu duschen und weil man danach schon wesentlich fitter war, konnten wir anschliessend anfangen zu kochen. Ich hab mich dabei aber eher zurueckgehalten und hab die anderen kochen lassen – Spaghetti mit Tomatensauce ist mir zu einfach, da muessen schon kompliziertere Speisen her (Grins)

Das war aber echt ein richtig gemuetlicher Abend, erst haben wir in Ruhe gegessen, als Nachtisch gabes noch Ananas, die so unglaublich lecker war, dass man, obwohl man schon ziemlich satt war, nochmal richtig zugegriffen hat. Anschliessend sassen wir am Hosteltisch noch gemuetlich zusammen, doch nach einer Weile hat es uns in unser Baumhaus gezogen, wo wir es uns auch nochmal richtig gemuetlich gemacht haben.

Nachdem wir alle aber von der Tour etwas ko waren, haben wir abends nichts besonderes mehr gemacht und sind irgendwann erschoepft, aber gluecklich in’s Bett gefallen.

Sonntag, der 25.05.08

Heute mussten wir leider wieder von diesem unglaublich schoenen Ort abreisen und das hat uns alle doch etwas traurig gestimmt, da wir alle lieber noch ein bisschen geblieben waeren und ausserdem auch gar keine Lust hatten, ab morgen wieder in die Schule zu muessen.

Wir wollten das Boot nach Changuinola, von wo der Bus direkt nach San Jose abfuhr, nehmen, das war aber leider schon voll, so dass wir einen kleinen Umweg fahren mussten – erst mit dem Boot zu einem anderen Hafenort und von dort weiter mit einem Pickup-Taxi nach Changuinola. Ich glaub im Nachhinein, dass der Taxifahrer bezueglich dem Preis ziemlich verarscht hat – tja, teilweise sind wir leider nur dumme Touristen, aber wir wollten halt sicher zum Bus kommen.

Ungefaehr eine halbe Stunde, nachdem wir beim Bus angekommen sind, ist der Bus auch endlich abgefahren und waehrend der Fahrt hab ich mal wieder die meiste Zeit geschlafen. Ich glaube, das Geruckel hat eine einschlaefernde Wirkung auf mich. Nach etwa sieben Stunden Fahrt sind wir in San José angekommen, wo es natuerlich mal wieder geregnet hat. Frustrierend!!!

Zuhause habe ich zuerst meine Sachen ausgepackt, hab ein bisschen Hausaufgaben gemacht und gelesen und hab am spaeten Nachmittag mit der ganzen Familie und Gaesten Kaffee getrunken. Zu den Gaesten gehoerte auch eine Studentin aus Kiel, die inzwischen schon zum 6. Mal in Costa Rica bei der Familie ist und die Familie fuer sie schon wie eine richtige Familie ist. Kann ich gut verstehen, wenn man schon so viel Zeit bei der Familie verbracht hat…

Danach habe ich mich wieder in mein Zimmer verzogen, wo ich die Hausaufgaben fertig gemach hab und bis elf Uhr abends durchgehalten hab, um dann endlich mal wieder beim Albert anzurufen. Nach dem Telefonat und seiner Stimme noch im Ohr konnte ich natuerlich gut einschlafen.