Ich bin wieder da!!!

So, nach exakt 82 Tagen bin ich jetzt seit Dienstag doch glatt wieder zurück in heimischen Gefielden, was ich wirklich sehr genieße, auch wenn die Zeit in Costa Rica auch supergenial war. Im Moment steht grad die Familie an erster Stelle, aber ich freue mich auch sehr darauf, meine ganzen Freunde wieder zu sehen.

An den letzten Tagen in San José habe ich endlich die ganzen Souvenirs gekauft und bin quasi in einen Kaufrausch verfallen und habe echt superviele Sachen gekauft, aber ich glaube, das habe ich schon mal geschrieben, dass es in Costa Rica so unglaublich viele schöne Sachen gibt, v.a. aus Holz und davon habe ich echt einiges gekauft. Aber das meiste war nicht mal für mich, sondern Mitbringsel für meine Lieben zuhause.

Am Sonntag habe ich dann sogar noch Diana (das war meine Austauschschülerin von 1997) getroffen und bin mit ihr in Moravia gewesen, wo ein Souvenirladen neben dem anderen war und ich da natürlich auch etwas Geld gelassen habe. Anschließend waren wir noch in einem typischen costa-ricanischen Restaurant und haben spät gefrühstückt (Gallo Pinto) bzw. gebruncht (weil das so ein unglaublich herzhaftes Essen ist und man das als Deutsche nicht wirklich als Frühstück bezeichnen kann) bzw. Mittag gegessen (weil es schon so spät war). Das Gallo Pinto war echt lecker, aber bei der Vorstellung das um 7:00 morgens essen zu müssen, wird’s mir schon etwas anders.

Am frühen Abend war ich dann noch mit Verena bei einem echt guten Restaurant in der Fußgängerzone, wo wir es uns nochmal so richtig gut gehen ließen und bei leckerem Essen und dem letzten Imperial-Bier haben wir die Wochen nochmal Revue passieren lassen und dabei wurde ich schon etwas sentimental – einerseits habe ich mich riesig auf daheim gefreut, aber andererseits fand ich es auch ziemlich schade, dass meine Zeit in Costa Rica jetzt vorbei ist. Danach sind wir nach Hause gefahren, wo ich mich gleich daran gemacht hab, zu packen, was leider ungefähr (gefühlte) fünf Stunden gedauert hat. Naja, als ich fertig war, bin ich ziemlich bald in’s Bett gegangen, da ich am Montag schon um 6:00 vom Taxi abgeholt wurde.

Am Flughafen angekommen mussten wir (im Taxi, das noch von der Sprachschule organisiert wurde, war noch eine andere aus Deutschland) uns natürlich an die längste Schlange anstellen, die überhaupt zu sehen war. Dort mussten wir erst mal an zwei kleinen Schaltern unsere Pässe samt des Ich-habe-die-Flughafensteuern-schon-gezahlt-Wisches herzeigen und kamen dann an die ultimative Kofferkontrolle (ich habe den Koffer am Sonntagabend nur mit Müh und Not und Draufsetzen zu bekommen), wo ich doch glatt dazu aufgefordert wurde, den Koffer für die Kontrolle zu öffnen – Juchhu, was ne Freude!!! Naja, ich habe es aber zum Glück doch wieder geschafft, den Koffer danach wieder zu schließen. Und dann kam das Tollste – ich dachte, man darf zwei Gepäckstücke á 20 Kilo mitnehmen, was aber leider ein großer Irrtum war. Eigentlich durfte man nämlich nur 20 Kilo mitnehmen, aber mir haben sie (zu meinem großen Glück) 32 Kilo genehmigt, aber ich hatte leider noch mal 10 Kilo mehr und für jedes Extra-Kilo muss man sage und schreibe 26$ zahlen. Da war meine Freude gleich noch größer – tja, mir blieb nichts anderes übrig als meine Kreditkarte zu zücken und dabei strahlend zu lächeln…

Naja, zum Glück waren mir weitere Aufregungen erspart und nach etwa 15 Stunden Unterwegs-Sein bin ich endlich in München gelandet, habe gar nicht lange auf mein Gepäck warten müssen und bin selbstbewusst durch den Zoll geradewegs in Albert’s Arme spaziert. Oh mei, war das schön, endlich wieder daheim anzukommen!!! 🙂

Tja, jetzt ist meine Zeit in Costa Rica schon wieder Vergangenheit und ich lebe mich wieder in Deutschland ein und erwarte schon gespannt, wo es als nächstes hingeht.

Cahuita und Schluss

Tja, jetzt ist es doch wirklich schon fast vorbei. So ganz glauben kann ich´s ja ehrlich gesagt im Moment noch nicht so ganz, dass ich morgen tatsaechlich wieder im Flugzeug sitze und am Dienstag schon wieder nach Hause fliege. Im Moment ist mein Gefuehl etwas zwiegespalten, weil einerseits freue ich mich wie ein Schnitzel auf daheim, aber andererseits bin ich doh auch traurig, das Land und meine „Familia tica“ hier verlassen zu muessen… 🙂 🙁 Das typische Weinende-und-Lachende-Auge-Gefuehl halt.

Die letzten Tage hier sind wirklich wie im Flug vergangen.

Letzten Dienstag sind wir ja von Tortuguero aus in Richtung Cahuita gefahren: Erst ging es ne ganze Weile mit dem Boot ueber Wasserwege, wo wir sogar ein riesiges Krokodiel und wieder ein paar Affen gesehen haben. Diese vielen Tiere hier faszinieren mich echt immer wieder… Irgendwann nach noch ein paar Stunden Busfahrt waren wir endlich in Cahuita und haben, nachdem wir ein echt schoenes Hoel bezogen haben, unser Abendessen im Supermarkt besorgt und dann lecker Guacamole und sonstiges gegessen.

Am Mittwoch haben wir vormittags, naja eigentlich schon eher morgens die Sonne genossen und lagen nur faul am Strand, bis es nach ner Zeit (in der Mittagszeit natuerlich!) doch etwas zu heiss geworden ist und wir deshalb erstmal kurz zurueck in unser Hotel gegangen sind und da wir da noch nicht wirklich etwas gefruehstueckt hatten, mittags in ein Restaurant gegangen, in dem wir das erste Mal in Cahuita schon mal waren und wo wir den Gaumenschmaus wirklich genossen haben. Anschliessend sind wir noch durch den Ort spaziert und durch saemtliche Souvenierlaeden getigert. Nachmittags kam natuerlich wieder der obligatorische Regenschauer, sodass wir den spaeten Nachmittag eigentlich nur faul in unserem bzw. vor unserem Hotelzimmer waren und viel gelesen haben. Abends sind wir dann doch nochmal losgezogen und haben uns in einer Bar ein Bierchen genehmigt und nachdem wir dort genuegend Leute beobachtet hatten, sind wir zurueck ins Hotel und haben schon bald drauf selig geschlafen.

Tja, jetzt wuerde ich ja schon noch gerne auch noch ueber die restlichen Tage schreiben, aber ich habe mich um fuenf mit Verena verabredet und das ist in 7 Minuten, deswegen muss ich jetzt los. Den Rest gibts dann einfach noch aus Deutschland… 😉

Tortuguero

Nachdem wir ja ein paar Tage wieder in San Jose bei der Gastfamilie verbracht haben, was ein bisschen so war wie heimzukommen (wie wird das erst, wenn ich wirklich wieder ganz daheim bin??? – Bestimmt supertoll!!! 😉 ), sind wir am Samstagmorgen um 10:30 in Richtung Tortuguero aufgebrochen – unglaublich, wie lange wir da schon wieder unterwegs waren (man denkt, das Land ist so klein und die Abstaende somit auch, aber das steht leider in keiner Relation, was die Reisezeit angeht…) und abends um kurz vor sechs waren wir nach zwei unterschiedlichen Busfahrten (die eine ueber ordentliche Strassen und die ander ueber Stock und Stein inmitten in die Pampa) und einer Bootsfahrt von anderthalb Stunden Dauer doch glatt in Tortuguero. Tortuguero ist uebrigens ein Inselchen zwischen Fluss und Meer, auf der es keine Autos gibt, weil es so klein ist und man nur ueber Wasserwege rumkommt.

Wir haben uns erstmal auf die Suche nach einem Hotel gemacht, was schwieriger als gedacht war, da schon ziemlich viel los war und deswegen auch recht viele Hotels voll waren. Aber letztendlich haben wir doch noch eine Bleibe bei einem netten aelteren Paar gefunden und wir hatten sogar beide unsere eigenen, aber wirklich sehr einfachen Zimmer. Da wir den ganzen Tag noch nichts gegessen hatten, wollten wir nach dem Ankommen erstmal in ein leckeres Restaurant und wie man es ja schliesslich so macht, habe ich meine Tuer von innen schon abgesperrt mit dem ERfolg mich ausgesperrt zu haben, da die Schluessel nur zu den aeusseren Tueren waren, aber nicht zu dieser einen. Aber zum Glueck konnte der aeltere Mann mich retten, indem er das Schloss mit einem Kuechenbeil aufgeknackt hat – schon beruhigend zu wissen, wie leicht man hier einbrechen koennte 😉 Naja, nach diesem Schrecken von kurzer Dauer sind wir dann ins Buddhacafe zum Essen gegangen und dort gab es wirklich leckeres salzig gefuelltes Crepe – eine willkommene Abwechslung zu dem Essen, was man sonst immer vorgesetzt bekommt. Nachdem wir das leckere Essen bis auf den letzten Kruemel aufgegessen und den letzten Tropfen aufgetrunken hatten, sind wir schon wieder in unsere Bleibe gegangen, wo wir noch ein bisschen zor der Tuere sassen, geratscht haben und mit Schrecken beobachten mussten, dass rund 100 Leute (natuerlich Touristen) die Schildkroetenpatrouille angetreten haben (zwar schon in mehreren Gruppen, aber trotzdem) – die armen Schildkroeten… Irgendwann sind wir ins Bett gefallen und haben bestens geschlafen…

Am Sonntag haben wir eigentlich nichts besonderes gemacht: Wir haben gemuetlich vor unserem Haus gefruehstueckt und sind anschliessend losgezogen, da wir uns eine andere Bleibe suchen wollten – diese war doch zu einfach (es gab naemlich nicht mal ein gescheites Waschbecken). Waehrend der Suche sind wir auch in das eine oder andere Souvenirgeschaeft gegangen und in einem sind wir mit einem Tourveranstalter ins Gespraech gekommen, dem wir auch gesagt haben, dass wir auf der Suche nach einem neuen Hotel sind, woraufhin er uns zu einem Haeuschen direkt am Fluss gefuehrt hat, in dem zwei Zimmer wie fuer uns gemacht waren. In das sind wir dann umgezogen und haben dort erstmal ein bisschen gefaulenzt, da das Wetter leider nicht wirklich prickelnd war und man deswegen nicht allzu viel machen konnte. Irgendwann sind wir wieder losgezogen und haben uns noch mehr Souvenierlaeden angeschaut, haben aber aufgrund der horrenden Preise nichts gekauft. Wir haben aber beschlossen, dass wir am naechsten Tag eine Kanutour machen wollten, allerdings mit einem Fuehrer, da wir uns in den vielen Kanaelen nicht verfahren wollten. Wir hatten uns vormittags schon ein paar Angebote angehoert u.a. auch bei dem Typen, dem wir unsere neue Bleibe zu verdanken hatten. Bei dem haben wir schliesslich fuer den naechsten Tag um 6:00 morgens die Tour gebucht. Anschliessend sind wir an der Meeresseite in ein Restaurant gegangen und das war es auch schon wieder von Sonntag – Wir haben heute e c h t nicht viel gemacht.

Da wir am Montagmorgen ja die Kanutour gebucht hatten, die auch durch den Nationalpark von Tortuguero gehen sollte, mussten wir vorher noch Eintrittskarten fuer den Park kaufen und sind daher um 5:15 aufgestanden, um um kurz nach halb sechs an der Ticketkasse Tickets zu kaufen, um puenktlich um sechs Uhr starten zu koennen – eigentlich viel zu frueh, aber mei, wenn man Tiere sehen will, muss man frueh aufstehen.

Kurz nach sechs gings dann mit dem Kanu durch die verschiedenen Kanaele des Parks und wir haben echt recht viele Tiere gesehen: verschiedene Affenarten, Tukane ganz in der Ferne, einen Kaiman unter Wasser, gruene fliegende Aras, Morphoschmetterlinge und andere Schmetterlinge, aber leider kein Krokodil, Aber eigentlich war das egal die Tour war trotzdem ziemlich genial und es war auch echt schoen, so durch die Gegend zu schippern und alles moegliche zu sehen. So gegen halb zehn war die Toyr dann aber doch wieder zu ende und wir sind, nachdem wir bezahlt und fuer den naechsten Tag Tickets fuer Moin gekauft haben, zurueck in unser Haeuschen, wo wir erstmal ordentlich gefruehstueckt haben und anschliessend ein bisschen Schlaf nachgeholt haben.

Am fruehen Nachmittag haben wir uns den per pedes zu erkundenden Park angeschaut, wozu wir allerdings Gummistiefel tragen mussten, da die Wege dort teilweise mehr als matschig sind. Nachdem wir uns zwar vom Parkwaechter den Weg haben sagen lassen, sind wir natuerlich doch falsch gelaufen: zuerst sind wir naemlich in die falsche Richtung losgegangen und anschliessend haben wir eine Abzweigung uebersehen und sind etwas viel zu weit und viel zu falsch gelaufen. Immerhin haben wir da schon lustige Affen gesehen – die haben naemlich gerade gefressen und zwar irgendwelche Samen von Fruechten, die sie dann runterregnen haben lassen. Immerhin wurden wir nicht von den leeren Samenhuellen getroffen. Nachdem wir beim Laufen immer sicherer waren, uns verlaufen zu haben, sind wir den ganzen Weg wieder zurueckmarschiert und haben kurz vor Schluss doch glatt noch die richtige Abzweigung gefunden und sind zu guter Letzt doch noch den Rundweg gegangen, wo man teilweise richtig langsam gehen musste, um seine (leider unbequemen) Gummistiefel nicht im Schlamm zi verlieren. Auf dem Weg haben wir noch mehr Affen, teilweise sogar ganz nah, Leguane und ganz viele Moskitos 😉 gesehen – Es war wirklich cool, so viele Tiere zu sehen, wir hatten zwar anschliessend Blasen an den Fuessen, aber das war es wert.

Abends waren wir nur noch beim Essen und zwar bei der Koechin Doña Florentina, die leckere Rice&Beans (mit Kokos angemacht) mit Beilage gamz nach karibischer Art serviert hat – der Laden war zwar wirklich sehr klein, aber supernett und auch superlecker. Anschliessend sind wir noch ein bisschen rumgeschlendert und am fruehen Abend waren wir wieder in unserem Hotel, wo wir den Abend ganz gemuetlich haben ausklingen lassen.

Nicaragua

So, jetzt komme ich doch mal wieder dazu zu schreiben.

Seit Sonntag sind wir (noch bis morgen) in Nicaragua. Allerdings nicht sehr weit im Land drinnen, sondern auf der Isla de Ometepe, die in dem groessten Binnensee Mittelamerikas, dem Lago de Nicaragua liegt.

Nachdem wir in Monteverde waren, sind wir nach Liberia gefahren und haben dort ein paar Tage verbracht, allerdings gab es dort nicht allzu viel zu sehen, so dass wir an einem Tag in einem Thermalbad, dessen Wasser durch den Vulkan Miravalles erwaermt wurde, waren. Dort war es aber leider wegen Wochenende recht ueberlaufen, aber naja, wir haben trotzdem eine ruhige Ecke gefunden und ausserdem war es echt schoen, endlich mal wieder in schoen warmem Wasser zu sein, wie eine warme Badewanne 😉

In Liberia waren wir schon noch ziemlich unschluessig, ob wir wirklich nach Nicaragua fahren sollen oder nicht. Aber wir sind in unserem ersten Hotel, was wirklich eine Asselabsteige war, mit einem Amerikaner ins Gespraech gekommen, der ganz begeistert von Nicaragua erzaehlt hat. Nachdem wir in ein besseres Hotel gezogen sind, wo es uns viel besser gefallen hat, haben wir uns schon fast dafuer entschieden gehabt, hinzufahren. Als Bestaetigung haben wir auch noch mit einem deutschen Paerchen, das auch in dem Hotel war geredet, die auch erzaehlt haben, dass wir uns wegen Nicaragua nicht zu viele Sorgen machen sollen. Und daher sind wir schon am naechsten Tag, sprich am Sonntag nach Nicaragua gestartet.

Schon um halb sechs Uhr morgens gings los. Ein Taxi hat uns zum Busbahnhof gebracht und von dort sind wir bis zur Grenze nach Peñas Blancas gefahren. An der Grenze mussten wir natuerlich erstmal wieder aus Costa Rica ausreisen, dann ein paar hundert Meter gehen und dort dann in Nicaragua einreisen – in meinem Pass sind inzwischen schon ziemlich viele Stempel 😉

Am Grenzort mussten wir dann noch recht lange auf einen Bus warten, der uns bis nach Rivas faehrt. Zuerst hiess es, es gaebe keinen Bus, wir muessten ein (teures) Taxi nehmen, dann hiess es in einer Stunde wuerde ein Bus fahren, dann stand schon ein Bus neben uns, bei dem es aber hiess, das er nur nach Managua und nicht nach Rivas fahren wuerde und nachdem wir noch ein bisschen gewartet hatten, hiess es ploetzlich, dass dieser Bus uns doch nach Rivas bringen kann und daher sind wir in diesen Klapperbus eingestiegen. Aber in diesem Bus gab es doch glatt, wie im Flugzeug Fernsehmonitore und nach nur fuenf Minuten Fahrt wurde schon ein Film „Die Maske“ gezeigt – das hat mich doch ein wenig erstaunt. Naja, waehrend wir so durch die Lande fuhren und mehr oder weniger den Film angeschaut haben, hiess es ploetzlich „Rivas!!!“ und wir mussten schnell aussteigen. Der Bustyp hat noch schnell unsere Rucksaecke aus dem unteren Gepaeckfach geschmissen und schon fuhr der Bus weiter und wir standen auf der Strasse und mussten uns erstmal orientieren. Nicht weit von uns haben wir einen Busfahrkartenverkaufsladen gesehen, der Fahrkarten fuer Direktbusse von Rivas zurueck nach San Jose verkauft und in dem wir uns gleich mal Fahrkarten fuer die Rueckfahrt am Donnerstag gesichert haben. Danach haben wir uns auf die Suche nach einer Bank gemacht, da wir mit Colones in Nicaragua absolut nicht weit kommen. Waehrend wir so durch die Straesschen geschlendert sind, sind wir mitten in einen Feuerwehrumzug gekommen, bei dem drei Waegen vorfuhren und dahinter lauter Leute der Feuerwehr marschiert sind – Wir haben uns nur gedacht, von den Leuten moechten wir uns aber kein Haus loeschen lassen, die sahen nicht unbedingt so aus, als ob sie Ahnung davon haetten. Das Beste an dem Umzug war aber der dritte Wagen – der erste und zweite Wagen waren eher kleinere Feuerwehrfahrzeuge und der dritte war doch glatt ein richtig deutscher grosser Feuerwehrwagen, auf dem noch „FEUERWEHR – freiwillige Feuerwehr Nauheim“ stand. Das war schon ein bisschen seltsam, mitten in Mittelamerika ein deutsches Feuerwehrfahrzeug zu sehen.

Nachdem wir uns mit Geld versorgt hatten, sind wir mit nem Taxi zur Faehre und mit der Faehre auf die Isla de Ometepe gefahren. Auf der Insel sind wir gleich mit nem Bus zur Lagune Charco Verde gefahren, wo wir erstmal noch ziemlich lange gehen mussten, bis wir ueberhaupt ein Hotel gefunden hatten. Das erste lag leider ueberhalb unseres Budgets, so dass wir noch etwas weitergehen mussten, aber zum Glueck doch recht schnell zu einem anderen Hotel gekommen sind, das auch direkt am See lag und auch in unserer Preislage lag. Nachdem wir in unser Zimmer gezogen sind, haben wir uns gleich in unsere Badesachen und anschliessend in die Fluten gestuerzt, was echt eine willkommene Abkuehlung war. Anschliessend haben wir gar nicht mehr soviel gemacht, wir haben irgendwann abendessen und sassen anschliessend gemuetlich in den Stuehlen auf der Terasse vor den Hotelzimmern und sind irgendwann ins Bett gefallen.

Am Montag haben wir beschlossen, nach dem Fruehstueck nach Altagracia, einem kleinen Ort auf der Insel zu fahren und dort ein bisschen rumzuschlendern. Wir haben den Bus genommen, der eigentlich nach Altagracia faehrt, haben dem Busfahrer auch gesagt, dass wir dahin wollen und haben es trotzdem irgendwie verpasst. Wie sich spaeter rausgestellt hat, dachte der Busfahrer, dass wir zu einem anderen Ort wollen und es deswegen nicht explizit gesagt hat, als wir in Altagracia waren. Daher sind wir in den Genuss einer Inselrundfahrt in einem alten Klapperbus gekommen und ueber schoene Schlaglochstrassen und bergauf und bergab bis fast ans andere Ende der Insel gekommen. An der Endhaltestelle in einem echt kleinen Kaff hat der Bus erstmal eine halbstuendige Pause gemacht, bevor die Fahrt wieder weiterging. Diesmal hat sich der Busfahrer zum Glueck gemerkt, wo wir hinwollen und nach guten drei Stunden Rumgefahre sind wir doch glatt in Altagracia angekommen. Dort haben wir uns zu allererst auf die Suche nach einem Restaurant gemacht, da wir in der Zwischenzeit doch ziemlich Hunger bekommen hatten. Zum Glueck haben wir bald etwas gefunden, wo wir dann richtig leckeres Essen bekommen haben und sind anschliessend wieder ordentlich gestaerkt durch den Ort geschlendert und haben im Supermarkt ein paar Kleinigkeiten und unter anderem ein Eis als Nachtisch gekauft. Das Eis haben wir dann gemuetlich auf einer Bank im Park sitzend genossen, als ein Bus vorbeifuhr und uns, nachdem er genau dahin fuhr, wo wir auch hinwollten, aufgegabelt hat. Als wir dann wieder zurueck am Hotel waren, sind wir gleich wieder in den See gesprungen und haben uns von den Strapazen der Fahrt 😉 erholt. Abends haben wir noch gemuetlich im Hotelrestaurant gegessen und sind anschliessend noch mit einer Schweizerin direkt am See gesessen und haben dabei ein leckeres nicaraguanisches Bierchen geschluerft.

Gestern morgen haben wir beschlossen auf der Insel in ein anderes Hotel in dem kleinen Faehrhafenoertchen Moyogalpa zu ziehen und sind nachdem wir da waren und in einem Hotel eingecheckt haben, durch die Gegend gezogen und haben in ein paar Souvenirlaeden geschaut. Allerdings ist dieser Ort auch eher klein und es gibt nicht so viel zu entdecken, so dass wir uns mittags in ein schoen buntes Restaurant gesetzt haben und dort eine Kleinigkeit gegessen haben. Nachmittags sind wir in unserem Hotel mit einem deutschen Paerchen ins Gespraech gekommen, die gerade auf einer Fahrradtour durch Mittelamerika unterwegs sind. Es war ziemlich spannend, was sie von den anderen Laendern so erzaehlt haben – sie sind in Cuba gestartet und sind ueber Mexiko, Belize und Honduras nach Nicaragua gekommen und wollen jetzt noch durch Costa Rica bis nach Panama fahren. Wir haben uns wirklich ziemlich lange mit ihnen unterhalten und als es dann fast schon dunkel war, sind Verena und ich noch schnell in einen Supermarkt und haben uns anschliessend in dem Hotelrestaurant mit leckerem Essen verwoehnen lassen.

Heute morgen ist Verena alleine zu einer Vulkantour aufgebrochen, aber da ich irgendwie mal Zeit fuer mich brauchte und ausserdem endlich mal wieder einen richtigen Faulenzertag haben wollte, bin ich hier geblieben und mach grad alle Sachen, fuer die ich sonst keine Zeit hatte. Spaeter wollen wir noch mit der Faehre nach Rivas fahren und dort den Nachmittag und Abend verbringen, bevor wir morgen frueh wieder zurueck nach Costa Rica fahren.

So, das wars auch schon wieder…

Fotos von Matapalo

Bettina hat nach langer Zeit endlich mal wieder ein Internet-Café mit einer schnelleren Internetverbindung gefunden. Deshalb hat sie mir gleich eine ganze Menge Fotos geschickt, damit ich sie für euch hier hochlade.

Bettina mit Geburtstagskuchen. (Nächstes Jahr backe ich den aber wieder…)

Die Schule von außen.

Ein Blick vom Aufenthaltsbereich in Matapalo.

Der Strand von Matapalo.

Der alltägliche Weg zur Schule und zurück.

Bettina glaubt, dass dieser Leguan vom Dach gefallen ist.

Bettina im Schlafzimmer in Matapalo.

Bettinas 4. Klasse.

Bettinas 5. Klasse.

Bettina beim EM-Halbfinale Deutschland gegen Türkei. Sie trinkt eine Pipa (unreife Kokosnuss).

Ich habe auch noch ein paar Fotos bei den anderen Artikeln auf der Startseite eingefügt. Scrollt also einfach nochmal die ganze Seite nach unten.

Santa Elena

Mittwoch, der 02.07.08

Blatt in Santa Elena

Tief im Regenwald und ueberm Regenwald – der absolute Hammer!!!

Santa ElenaHeute morgen sind wir um kurz vor sechs aufgestanden, um moeglichst frueh im Regenwald zu sein, da es dann scheinbar am schoensten ist. Puenktlich um halb sieben wurden wir mit dem Bus in´s Reserva Santa Elena gefahren und um Punkt sieben Uhr sind Verena und ich die ersten Besucher in dem Reservat gewesen.

Santa Elena


Es war wirklich atemberaubend. Sobald wir im Regenwald waren, war es ploetzlich total still bis auf die Geraeusche des Regenwaldes – das Zwitschern der Voegel, das Summen der Insekten und das staendige Tropfen von den Blaettern auf den Boden.

Santa Elena

Wir sind dann den „Encantado Trail“ entlang gewandert, was wirklich toll war – mitten durch den tiefsten Regenwald durch auf schmalen Pfaden, ueber kleine Stege (von denen einer sogar kaputt war, sodass wir wagemutig drueber klettern mussten)  und bergauf und wieder bergauf.

Bettina verzaubert

Irgendwie hat so ein Regenwald schon etwas Magisches bzw. kommt man sich irgendwie wie in einem verwunschenen Wald vor. Ich war wirklich total verzaubert.

Santa Elena

Nachdem wir den Encantado Trail nach guten 2 Stunden hinter uns hatten, haben wir uns erstmal ein bisschen gestaerkt und haben dabei den Kolibris zugeschaut, wie sie zwischen den Vogeltraenken hin und her gesaust sind. Unglaublich, diese Tiere!!!

Blatt in Santa Elena

Da wir erst um 11 wieder zurueckfahren wollten, hatten wir noch genuegend Zeit, um auch noch den „Youth Challenge Trail“ entlang zu laufen. Bei dem Weg stand auf dem Plan mit den ganzen Rundwegen drauf zusaetzlich noch Standorte von bestimmten Sachen bzw. was man an dem jeweiligen Ort sehen kann.

Santa Elena

Der Weg war auch genial, aber nicht ganz so lang wie der erste, aber man hat trotzdem wieder eine Menge gesehen. Nur haben sich die Tiere ziemlich gut vor uns versteckt, so dass wir ausser den Kolibris an den Vogeltraenken nur Schmetterlinge, Riesenraupen und irgendwelche Insekten gesehen haben.

Als wir danach wieder im Hotel waren, mussten wir uns erstmal ein bisschen ausruhen und ein bisschen was essen, da es um viertel nach eins schon weiter ging. Und zwar sind wir skygewalkt – das war eine Strecke durch und ueber den Regenwald entlang.

Santa Elena

Bei dieser Strecke konnte man immer wieder mal ueber Haengebruecken eine Wahnsinnssicht auf den Regenwald von oben haben. Wirklich genial. Gleich am Anfang von dem Weg haben wir sogar einen Waschbaeren gesehen, der aber gleich, als er uns gesehen hat, vor uns gefluechtet ist. Kurz vorm Ende der Strecke hat uns ein Paerchen erzaehlt, dass auf der letzten Haengebruecke knapp hinter mir ein Nasenbaer entlanggeschlichen ist, der aber so leise war, dass wir ihn ueberhaupt nicht wahrgenommen haben. Wir dachten erst, dass uns die Leute auf den Arm genommen haetten, aber als sie uns dann die Photos gezeigt haben, haben wir es ihnen doch geglaubt.

Bettina in Santa Elena

Ich habe hier versucht, alles ein bisschen in Worte zu fassen, aber ehrlich gesagt glaube ich, dass man das gar nicht kann, weil man die Eindruecke gesehen haben muss, um es ueberhaupt zu begreifen. Aber vielleicht schaffe ich es ja, ein paar Photos hochzuladen. Deshalb habe ich Albert ein paar Photos geschickt, die er eingebaut hat.

Santa Elena